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Least Cost Routing


Image Die IPTAM® PBX bietet Ihnen die Möglichkeit, unterschiedliche Wege für den Anruf zu verschiedenen Zielen vorzuschreiben. Dieses Verfahren wird auch als Least Cost Routing (LCR) bezeichnet. Die Einstellungen zum Least Cost Routing nehmen Sie im Menü TK-Anlage ► LCR vor. Die Abbildung zeigt das Menü in dem Sie die Einstellungen zum Least Cost Routing vornehmen.


Image Über den Button Button NEU.png legen Sie eine neue Regel für das Least Cost Routing an. Es öffnet sich dann die Eingabemaske, die in der nebenstehenden Abbildung dargestellt ist.

Geben Sie im Feld „Name“ einen Namen an, unter dem die neue Regel identifiziert werden kann, z.B. „Mobilfunk“ für eine Regel, die für Anrufe zu Mobilfunknummern verwendet werden soll, oder „VoIP“ für eine Regel für Anrufe zu VoIP Rufnummern und sichern Sie den Namen durch Klick auf den Button „Anlegen“.


Image Nun öffnet sich das Fenster zur Bearbeitung der Least Cost Routing Regel (siehe Abbildung links). Wählen Sie ein Ziffernmuster aus, auf das die Regel angewendet werden soll. Beim Anlegen der ersten LCR-Regel sind noch keine Muster vorhanden. Klicken Sie auf den Button „Neues Muster“ um ein erstes Muster anzulegen. Es öffnet sich der Dialog zur Eingabe des Musters.


Image Im Feld „Kurzbeschreibung“ legen Sie einen Namen für das Ziffernmuster fest. Anschließend legen Sie das Muster fest, indem Sie im Auswahlfeld „Ziffer oder Ziffernbereich“ einen oder mehrere Einträge auswählen und mit dem Button → zum Muster hinzufügen. Der Eintrag „[0-9]“ bedeutet, das an dieser Stelle jede beliebige Ziffer erlaubt ist. Der Eintrag „[1-9]“ erlaubt jede Ziffer außer 0 etc. Bei den einzelnen Ziffern können Sie mehrere Ziffern gleichzeitig auswählen, indem Sie sie bei gedrückter STRG-Taste nacheinander auswählen. Der Eintrag „...“ bedeutet, dass ab dieser Stelle beliebige viele Ziffern folgen dürfen.

Um ein Muster zu erzeugen, das die deutschen Mobilfunknummern abdeckt, müssen die Bereiche 015..., 016... und 017... ausgewählt werden. Dieses Muster können Sie dadurch erstellen, dass Sie dem Muster zunächst die Ziffer 0, dann die Ziffer 1 und dann in einer Mehrfachauswahl die Ziffern 5, 6 und 7 hinzufügen. Sie schließen die Erstellung des Musters durch Hinzufügen des Eintrags „...“ ab.

Durch Klick auf den Button „Speichern“ wird das Muster gespeichert, und sie gelangen zurück zu der in Abbildung der Regel, wobei Ihnen nun unter „verfügbare Muster“ das gerade erstellte Muster zur Auswahl angeboten wird , das Sie mit dem → Button zu den eingesetzten Mustern hinzufügen können.

Es können mehrere Muster zu einer Regel zusammengefügt werden. Um ein Muster zu bearbeiten, wählen Sie es in der Liste der verfügbaren Muster aus und klicken auf den Button „Bearbeiten“. Im Auswahlfeld „Zeitraum“ legen Sie fest, ob die Regel immer oder nur zeitweise angewendet werden soll. Um einen neuen Zeitraum zu definieren, wählen Sie den Eintrag „Immer“ und klicken auf den Button „Bearbeiten“.

Image Sie gelangen dann in eine Eingabemaske, in der Sie einen Namen für den zu konfigurierenden Zeitraum festlegen müssen (siehe Abbildung links). Im folgenden Beispiel soll der Zeitraum „Wochenende“ definiert werden.


Image Nach der Eingabe des Namens für den zu definierenden Zeitraum können Sie einzelne Zeiträume hinzufügen (siehe Abbildung rechts). In unserem Beispiel soll das Wochenende als der Zeitraum von Freitags 17:00 Uhr bis Montags 8:00 Uhr festgelegt werden. Feiertage sollen wie das Wochenende behandelt werden. Was ein Feiertag ist, legen Sie im Menü Rufverteilung ► Feiertage fest.

Um diese Definition vorzunehmen klicken Sie zunächst den Wochentag „Fr“ an und wählen als Uhrzeit von 17:00 Uhr bis 23:59. Mit dem Button „ Hinzufügen“ wird der Zeitraum in die Definition übernommen.

Anschließend klicken Sie die Wochentage „Sa“, „So“ und „Feiertage” an und klicken auf den Button „Hinzufügen“, ohne zuvor eine Uhrzeit festzulegen. Damit werden diese Wochentage komplett in die Definition übernommen.

Schließlich wählen Sie noch den Wochentag „Mo“, geben als Uhrzeit „00:00“ Uhr bis „08:00“ Uhr ein und klicken auf „Übernehmen“.

Image Damit ist die Definition des Wochenendes abgeschlossen. Das Ergebnis sehen Sie in der Abbildung links.

In der oben beschriebenen Einstellung wurde eine Definition eines wiederkehrenden Zeitraums vorgenommen. Die entsprechende Regel greift in jeder Woche von Freitags 17:00 Uhr bis Montags 08:00 Uhr.

Um einen nicht wiederkehrenden Zeitraum zu definieren, verwenden Sie die Datumseingabe.

Nachdem Sie den Zeitraum für die Anwendung der Regel festgelegt haben, definieren Sie noch im Auswahlfeld „Ziel“, über welchen Weg die Gespräche geführt werden sollen. Als mögliche Wege können die im System hinterlegten ISDN-Anschlüsse (einzelne Mehrgeräte-Anschlüsse oder das Anlagenanschluss-Bündel), Accounts bei SIP-Providern, SIP-Gateways zu GSM oder ISDN sowie Verbindungen zu anderen Standorten ausgewählt werden. Auch die TK-Anlagen Kopplung kann verwendet werden, wenn die entfernte TK-Anlage über einen Amtskopf verfügt.

Die Zielrufnummer kann in zweierlei Weise modifiziert werden: Wenn Sie die konfigurierte Regel für eine Verbindung über Call-by-Call einsetzen wollen, geben Sie die erforderliche „Vor-Vorwahl“ im Feld „Präfix hinzufügen“ ein. Das Feld „Muster entfernen“ dient dazu einen Teil der Rufnummer zu entfernen. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn Sie Standorte über Standort-Vernetzung verbunden haben und die Rufnummern im Telefonbuch die vollständigen Rufnummern enthalten. Damit bei der Wahl über das Telefonbuch trotzdem die Verbindung über Standort-Vernetzung geführt wird, geben Sie eine Regel ein, die auf die vollständige externe Rufnummer des Standortes zutrifft und tragen Sie bei „Muster entfernen“ die Ziffern ein, die vor der Nebenstelle wieder zu entfernen sind (Ortsnetzkennzahl und Stammrufnummer). Als Weg wählen Sie dann die Standort-Verbindung aus.

Image Die nebenstehende Abbildung zeigt z.B. die Regel, Anrufe nach Neuseeland über den Call by Call Provider mit der Netzvorwahl 01029 zu führen. Dazu wird zunächst ein Rufnummernmuster „Neuseeland“ angelegt, das alle Rufnummern einschließt, die mit „0064“ beginnen. Dieses Muster wird dann in der LCR Regel „Neuseeland via CbC“ in die eingesetzten Muster übernommen. Im Rufnummernpräfix wird „01029“ eingegeben.

Mit Klick auf den Button „Speichern“ stellen Sie sicher, dass ab diesem Zeitpunkt alle Anrufe, die mit der Landesvorwahl „0064“ beginnen über ISDN geführt werden und der Rufnummernpräfix 01029 vorangestellt wird.

Sie können Regeln, die gleiche Rufnummernbereiche abdecken, mit unterschiedlichen Zielen vorsehen. Die Regeln werden dann in der vorgegebenen Reihenfolge verwendet. Wenn eine Regel scheitert, weil zum Beispiel der eingesetzte Provider den Anruf mit einer Fehlermeldung abweist, wird die nachfolgende Regel verwendet. Dieses Verhalten können Sie für eine simple Lastverteilung bei Einsatz von mehreren ISDN-Mehrgeräteanschlüssen einsetzen. Legen Sie Regeln an, die auf das gleiche Muster reagieren und tragen Sie bei jeder Regel einen der Mehrgeräte-Anschlüsse ein. Wenn bei abgehenden Gesprächen keine freien Kanäle am ersten Anschluss gefunden werden, wird die IPTAM® PBX den nächsten Anschluss verwenden. Sie haben bei diesem Verfahren natürlich keine Kontrolle über die Absenderrufnummer.