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Einstellungen zum SIP Provider

Image Die Abbildung zeigt die Einstellungen, die Sie für einen SIP Provider vornehmen müssen.

Bei Ihrer Registrierung teilt Ihnen Ihr SIP-Provider mit,
  • an welchem Server die Anmeldung zu erfolgen hat,
  • welche Rufnummer Ihnen zugeteilt wurde,
  • wie Ihr Anmeldename, Accountname oder Ihre SIP-ID lautet und
  • mit welchem Namen und welchem Passwort Sie sich bei der Anmeldung authentifi­zieren müssen.
Eine Übersicht der Einstellungen für einige SIP Provider finden Sie in dieser Übersicht.

Durchwahl (SIP-DDI)

Die Einstellung „Durchwahl (SIP-DDI)“ wird angezeigt, wenn Sie den Mischbetrieb aus SIP Trunk und SIP-Einzelanschlüssen gewählt haben. Setzen Sie diese Checkbox bei dem Provider, der den SIP-DDI Anschluss bietet.

Name

Im Feld „Name“ geben Sie ein, für welchen SIP Provider die folgende Konfiguration erstellt wird. Der Name kann frei gewählt werden.

Server beim Provider, Realm und Outbound-Proxy

In dem Feld „Server beim Provider“ geben Sie den Namen des Servers ein, den Ihnen der Provider als Registrar oder Proxy genannt hat. Einige wenige Provider geben zusätzlich einen abweichenden „Outbound-Proxy“ an. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, tragen Sie die Angabe entsprechend ein, sonst bleibt der Eintrag leer. Gelegentlich geben Provider einen gesonderten „Realm“ vor. Die Eintragung ist nur erforderlich, wenn Ihr Provider eine entsprechende Angabe liefert und diese vom „Server beim Provider“ abweicht.

SIP verwendet standardmäßig den Port 5060. Sollte Ihr Provider einen abweichenden Port verwenden, so können Sie ihn hier anpassen.

Sie können neben dem üblichen UDP auch SIP via TCP oder TLS (Verschlüsselung) auswählen (Ausklappbox). Die Option „TLS“ wird Ihnen nur angeboten, wenn Sie im Menü System ► Verschlüsselung die Verschlüsselung für externe Telefonie aktiviert haben. Beachten Sie bei TLS den Standardport 5061.

Wenn Sie diese Eingaben gemacht haben, sollten Sie sie über den Button „Anlegen“ sichern.

Weitere SIP-Server des Providers

Image Nachdem Sie die oben beschriebenen Einstellungen gespeichert haben, erhalten Sie in der Zeile „Weitere SIP-Server des Providers“ die Möglichkeit, zusätzliche Server anzugeben, von denen Sie eingehende Telefonate zulassen möchten.

Dies ist z.B. beim SIP Provider Dus.net erforderlich, der mehrere Server betreibt. Über den „+“ Button können Sie der Liste weitere Server hinzufügen. Um Server aus der Liste zu entfernen markieren Sie den Servernamen in der Liste und klicken auf den „-“ Button.

Verfügbarkeit überwachen

Wenn Sie das Häkchen bei "Verfügbarkeit überwachen" setzen, prüft die IPTAM® PBX regelmäßig die Verfügbarkeit des SIP Providers und kann so erkennen, wenn die Verbindung zum SIP Provider ausgefallen ist. Auf diese Weise ist eine schnellere Diagnose möglich. Auch kann die Anlage z.B. bei Ausfall des Internetanschlusses schnell auf einen ISDN Weg umschalten. Dies ist dann sinnvoll, wenn Sie die IPTAM PBX zur automatischen Nutzung des SIP Providers konfiguriert haben.

Format der Zielrufnummer

Verschiedene SIP Provider erwarten unterschiedliche Formate, in denen die Zielrufnummer übermittelt wird. Im Bereich „Format der Zielrufnummer“ können Sie die Einstellung für den jeweiligen SIP Provider vornehmen. In den meisten Fällen ist hier die Default-Einstellung „Standard“ die richtige Wahl.

Übertragung der DTMF Töne

Die Einstellung zur Übertragung der DTMF-Töne dient dazu, festzulegen, wie die Tasten­töne bei Tastatureingaben zum SIP Provider übertragen werden sollen. Je nach Provider be­stehen unterschiedliche Möglichkeiten, diese Töne zu übertragen:
In den Audiodaten
Die Auswahl „In den Audiodaten“ bedeutet, dass die Töne wie auch die Sprache auf dem gleichen Weg („inband“) übertragen werden. Diese Form der Übertragung ist am sensi­belsten bei Störungen auf der Übertragungsstrecke und sollte nur gewählt werden, wenn die anderen beiden Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen.

Als RTP-Daten
Bei der Auswahl „Als RTP-Daten“ werden die Töne als speziell gekennzeichnete Daten im Audio-Strom übertragen. Durch die speziellen Markierungen ist es für den Empfänger nicht erforderlich, die Tonfolgen zu analysieren. Diese Einstellung ist die Standardeinstel­lung, weil sie die sicherste Übertragungsform ist.

Als SIP-INFO Nachrichten
Die Einstellung „Als SIP-Info Nachrichten“ überträgt die Töne als Nachricht des SIP-Sig­nalisierungs­protokolls.


Wenn Ihnen Ihr Provider hierzu keine Informationen liefert, sollten Sie die verschiedenen Einstellungen einfach ausprobieren.

Registrierung

Bei der Verwendung von SIP Providern, ist es üblich, dass sich die Telefonanlage beim Provider registriert, damit dieser weiß, dass Ihr Anschluss verfügbar ist und Telefonate an Sie zustellen kann. Einige SIP-Provider arbeiten ohne eine solche Registrierung. Die Auswahlbox „Registrierung nicht durchführen“ aktivieren Sie nur, wenn Ihr Provider ohne diese Registrierung arbeitet, wie dies z.B. bei Vodafone der Fall ist. Teilen Sie Ihrem Provider dann bitte mit, dass Ihre Telefonanlage nicht auf dem Standard Port für SIP (5060) sondern auf dem Port 25060 erreichbar ist.

Default Expire

Das Feld „Default-Expire“ gibt an, wie viele Sekunden die IPTAM® PBX warten soll, bis sie die Registrierung wiederholt. Der Standardwert ist 120 Se­kunden. Bei einigen Providern muss jedoch unter Umständen ein längeres Intervall gewählt werden.

Rufnumernformat für CLIP

Sofern Ihr SIP-Provider es unterstützt, können Sie als Absenderrufnummer eine andere als die übliche Rufnummer verwenden. Üblicherweise wird bei SIP Einzelaccounts die Rufnum­mer des Anschlusses signalisiert. Bei SIP DDI Accounts wird normalerweise die Rufnummer des Anschlusses inkl. der Nebenstelle verwendet. Wenn Sie die Internet-Tele­fonie aus­schließlich für abgehende Gespräche nutzen wollen, werden Sie jedoch als Ab­senderrufnummer die des ISDN-Anschlusses verwenden wollen. In dem Bereich „Rufnum­mernformat für CLIP“ legen Sie fest, welches Rufnummernformat Ihr Provider für die Ab­senderrufnummer erwartet. Wenn Ihr Provider diese Funktion nicht unterstützt, wählen Sie den Standardwert „CLIP nicht unterstützen“.

CLIP / CLIR gemäß RFC 3325

Einige SIP Provider verwenden den neueren Standard nach RFC 3325 für die CLIP und CLIR Einstellungen. Sollte Ihr SIP Provider diesen Standard unterstützen, setzen Sie das Häkchen bei „CLIP / CLIR gemäß RFC 3325“.

Rufumleitungen

Wenn externe Anrufer in der Telefonanlage zu einem externen Ziel umgeleitet werden, wird im Normalfall neben dem ankommenden Gespräch ein weiteres zum externen Ziel aufgebaut. Der angerufene sieht dabei die umleitende Nebenstelle und nicht die Rufnummer des Anrufers.
  • Falls Ihr Provider CLIP unterstützt (siehe oben), setzen Sie die Checkbox „Rufnummer des Absenders erhalten“. In diesem Fall wird beim angerufenen die Rufnummer des Anrufers angezeigt.
  • Falls Ihr Provider die Umleitung beim Provider unterstützt, setzen Sie entsprechende Checkbox. In diesem Fall wird keine Kanalkapazität belegt, ähnlich wie bei „Rufweiterleitung in der Vermittlungsstelle“.

Rufnummernunterdrückung

Die im ISDN bekannte „Rufnummernunterdrückung“ ist bei SIP-Providern leider nicht einheitlich gelöst. Einige unterstützen es gar nicht oder nur teilweise (z.B. nur bei Provi­der-übergreifenden Gesprächen). Sie können hier das verwendete Verfahren auswählen. Die beiden Optionen benennen entsprechende Details in den SIP-Protokollnachrichten. Wenn Sie von Ihrem Provider hierzu keine detaillierten Informationen bekommen können, können Sie die Einstellungen am Einfachsten ausprobieren.

Fax-Übertragung (T.38)

Der ITU-T Standard T.38 beschreibt ein Verfahren zur Übertragung von Fax Nachrichten über IP-Netzwerke. Sofern Ihr SIP Provider diesen Standard zur Fax-Übertragung unter­stützt, und sie ein T.38 fähiges Endgerät, z.B. als ATA benutzen, sollten Sie das Häkchen bei T.38 passthrough setzen. Die IPTAM® PBX wird dann T.38 Nachrichten zwischen SIP Provider und Endgeräten weiterreichen. Auch der integrierte Fax-Server kann hierfür verwendet werden. Nähere Informationen finden Sie im Abschnitt „Fax-Übertragung mittels T.38 Pass-Through“.

Weitere Schritte

Klicken Sie auf „Speichern“, um die Einstellungen zu übernehmen. Nachdem Sie die Einstellungen für den SIP Provider vorgenommen haben, können Sie Ihre Ac­counts bei diesem Provider einrichten. Dazu klicken Sie auf den Button „Account hinzu­fügen“.